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Asbest in mindestens 60% aller älterer Häuser

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Asbest in Häusern

Seit 1993 ist Asbest als Baustoff verboten, doch damit ist der gesundheitsschädliche Stoff noch lange nicht aus allen Häusern der Nachkriegszeit gebannt. Unentdeckt steckt er in Dächern, Fassaden, Fußböden, Trennwänden und Heizungen. Sogar in Blumentöpfen wurde früher Asbest verwertet. Eine fachkundige Entsorgung bewahrt vor schwerwiegenden Gesundheitsschäden.

Welche Krankheiten löst Asbest aus?

Fest verbauter Asbest stellt zunächst eine geringe Gesundheitsgefahr dar, doch wenn der Baustoff im Rahmen einer Sanierungsmaßnahme beschädigt oder entfernt wird, gelangen feinste Fasern in die Atemluft. Diese Fasern setzen sich in der Lunge fest und können dort drei verschiedene schwerwiegende Lungenerkrankungen auslösen: die Lungenvernarbung, den Lungenkrebs oder einen Rippenfelltumor. Mehr als 20 Jahre nach dem Asbestverbot treten noch 3.500 Neuerkrankungen pro Jahr auf.

Warum wurde Asbest früher verbaut?

In den Nachkriegsjahren entdeckte man Asbest als einen praktischen Baustoff, der viele nützliche Eigenschaften mit sich bringt: Das Material ist feuerfest, schwer zerstörbar und lässt sich auf viele verschiedene Weisen bearbeiten. Außerdem war es kostengünstig zu kaufen. Da sehr viele Gebäude mit asbesthaltigen Bauelementen ausgestattet wurden, schätzt man heute, dass mindestens 60 % der älteren Gebäude weiterhin belastet sind.

Woran erkennt man Asbest?

Laien können Asbest in der Regel nicht durch bloßen Augenschein erkennen. Selbst fachkundige Personen wie Schadstoffgutachter und Baubiologen identifizieren nicht jedes asbesthaltige Material auf dem ersten Blick, sie entnehmen und analysieren zur genaueren Einordnung Materialproben. Die labortechnische Analyse sollte vor dem Ausbau des Baumaterials erfolgen, um bei tatsächlicher Asbestbelastung die nötigen Vorkehrungen zu treffen.

Asbesthaltige Bauelemente sicher entfernen

Bei der Entfernung asbesthaltiger Materialien in Wohnräumen muß mit äußerster Sorgfalt gearbeitet werden, um gesetzliche Vorschriften einzuhalten und die freigesetzten Fasern pro Kubikmeter Luft gering zu halten, ansonsten besteht die Gefahr, die Umgebung mit Asbest zu verseuchen. Die Bearbeitung von Asbestzementplatten mit einem Schleifgerät, einer Säge oder ähnlichen Werkzeugen setzt gesundheitsgefährdend viele Fasern pro Kubikmeter Luft frei. Das eigenhändige Bearbeiten und Entfernen von asbesthaltigem Material hat nicht nur gesundheitliche, sondern auch rechtliche Folgen.

Bereits vor dem Kauf einer älteren Immobilie aus der Nachkriegszeit, spätestens aber vor den ersten Renovierungsarbeiten, sollte ein Schadstoffgutachter hinzugezogen werden, der das Gebäude auf Asbest überprüft. Asbesthaltiges Material darf nur von Spezialisten bearbeitet werden, die die belasteten Baustoffe nach Entfernung luftdicht verpacken und zu einer dafür zugelassenen Deponie bringen. Nur so ist eine vor-schriftsmäßige und sichere Sanierung möglich.

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