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Dachausbau zum Wohnraum

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Neuen Wohnraum unter dem Dach zu erobern, ist zwar mit einiger Arbeit ver-bunden, doch die Mühe lohnt sich: Moderne Dachwohnungen bieten eine besondere Atmosphäre und haben nichts mehr gemeinsam mit den dunklen Dachstuben alter Zeiten. Dies sind die besonderen Vorzüge einer ausgebauten Dachwohnung:

  • Erschließung neuen Wohnraums auf einfachstem Wege
  • Dachschrägen sorgen für gemütliche Atmosphäre
  • Geneigte Dachfenster lassen viel Licht herein
  • Dachwohnung sind in der Regel an Heiz- und Stromkreislauf der unteren Etagen anschließbar
  • Rückzugsort, abgeschieden von sonstigen Wohnräumen
  • vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten
  • von Badezimmer bis Büro alles möglich
  • viel Eigenarbeit möglich, das spart Kosten

Wer ohnehin aus Energiespargründen eine neue Dachdämmung plant, sollte den Dachausbau gleich mit in Betracht ziehen. „In einem Rutsch“ durchgeführt, werden die Baumaßnahmen insgesamt günstiger.

Welche Umbau- und Dachausbaumaßnahmen sind genehmigungsfrei?

Die Bauordnungen der einzelnen Bundesländer regeln, welche Bauvorhaben genehmigungspflichtig sind. Die Erweiterung einer bestehenden Wohnung ist häufig dann genehmigungsfrei, wenn der Kniestock nicht erhöht, die Dachneigung nicht verändert und keine Dachgaube eingebaut wird. Auch neue Dachfenster sind normalerweise genehmigungsfrei, selbst dann, wenn sie eine größere Fläche einnehmen als die alten Fenster. Die Erstellung einer neuen Wohnung oder gar einer Werkstatt unter dem Dach muss jedoch dem zuständigen Bauamt gemeldet werden.

Genehmigungsfrei bedeutet, dass die Baumaßnahmen vom offiziellen Verwaltungsverfahren laut Bauordnung des entsprechenden Bundeslandes befreit sind. Genehmigungsfreie Umbauten sind auf jeden Fall weiterhin an alle öffentlich-rechtlichen Vorschriften gebunden, die zum Beispiel spezielle Brandschutzmaßnahmen und eine Wärmedämmung nach aktuellen Richtlinien vorschreiben. Auch örtliche Bauvorschriften der jeweiligen Kommune sind einzuhalten. Der Bauherr sollte sich bezüglich des eigenen Projektes beim zuständigen Bauamt nach den für ihn geltenden gesetzlichen Regelungen erkundigen. Damit der Sachbearbeiter die gesetzliche Lage genau beurteilen kann, ist es empfehlenswert, zum Gespräch bereits die fertigen Baupläne vorzulegen.

Kann ich die Kosten für den Dachausbau im Voraus kalkulieren?

Eine ungefähre Einschätzung der Baukosten ist dann möglich, wenn der Hausbesitzer sich genau darüber im Klaren ist, welche Maßnahmen durchgeführt werden sollen und wie die bautechnische Ausgangslage ist. Zur Beurteilung der bestehenden Bausituation vor Ort ist es manchmal nötig, einen Sachverständigen hinzuzuziehen, der die Lage beurteilt. Vor allem dann, wenn Verdacht besteht, dass bei einem älteren Haus verdecke Mängel bestehen, empfehlen wir diesen Weg. Bei neueren Gebäuden genügt normalerweise ein Blick in die Baupläne, um zu sehen, welche Möglichkeiten bestehen.

Zur realistischen Kosteneinschätzung eignen sich am besten konkrete Angebote der ausführenden Fachfirmen und eine Liste von Baumarktpreisen für benötigtes Material. Wer möglichst viele Arbeiten selbst erledigt, spart viel Geld. Richtwerte für die Kosten einzelner Baumaßnahmen liefern die entsprechenden Preiseinschätzungen aus dem Internet. Außerdem bietet es sich an, für die einzelnen Posten Online-Kostenrechner zu nutzen.

An was muss ich bei der Planung denken?

Die gesetzlichen Vorschriften sollten dem Bauherrn beim Dachausbau als wichtige Planungsgrundlage dienen. Gibt es zum Beispiel Vorgaben zum Denkmalschutz zu beachten? Müssen besondere Brandschutzmaßnahmen ergriffen werden? Ist die Dachdämmung zu erneuern?

Heimwerker vergessen relativ häufig die Dampfsperre bei der Dämmung: Eine ent-sprechende Folie verhindert das Ansammeln von Tauwasser hinter der Innendämmung. Außerdem erhöht sie die Winddichtigkeit des Daches.

Wer sich mit einzelnen Baumaßnahmen nicht genau auskennt, sollte im Rahmen der Planung entweder einen unabhängigen Sachverständigen hinzuziehen oder mit einem anderen Experten einen Ortstermin vereinbaren. Der Bauherr lässt sich im Zuge dieser Ortsbegehung am besten genau erklären, welche Arbeiten anfallen und welche Materialien hierbei zum Einsatz kommen. Schriftliche Notizen und Zeichnungen bilden eine gute Grundlage für die weitere Planung.

Vor dem ersten Handschlag an der Baustelle sollte ein genauer Plan vorliegen, in welcher Reihenfolge die Maßnahmen durchzuführen sind. Nur so geht der Bauherr sicher, dass nicht ein Handwerker die Arbeit des anderen wieder zunichtemacht. Auch die Eigenarbeit sollte genau zeitlich eingeplant sein, eventuell muss der Heimwerker dafür frühzeitig Urlaub einreichen.

Mit welchen Materialien lässt sich der Dachgeschossausbau kostengünstig umsetzen?

Eine besonders kostengünstige Variante zur Veränderung der Raumaufteilung und zum Verkleiden von Zimmerdecken bietet der Trockenbau. Geübte Heimwerker schrauben eigenhändig Rigipsplatten auf ein hölzernes Ständerwerk und gestalten sich so den neuen Dachraum kostengünstig selbst. Die preiswerteste Fenstervariante, auch im Dachbereich, besitzt einen Kunststoffrahmen. Holzund Alu-Fenster fallen hingegen eher teuer aus.

Polstyrol stellt den günstigsten Dämmstoff dar, doch ist das Material aufgrund der benötigten Dicke sehr platzraubend und außerdem brennt es recht leicht. Eine gute, aber etwas teurere Alternative bietet Glasoder Steinwolle. Wenn ohnehin der Fußbodenbereich gerade neu gestaltet wird, lohnt sich wahrscheinlich der Einbau einer Fußbodenheizung. Diese ist zwar beim Einbau in der Regel teurer als die üblichen Flachheizkörper, aber sie spart viel Energie und holt diese Kosten somit schnell wieder raus.

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