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Fliesen verlegen leicht gemacht in 3 Phasen

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Phase 1: Vor dem Fliesenlegen: Saugende und rieselnde Untergründe grundieren

Eine optimale Untergrundvorbereitung beim Fliesen verlegen ist Gold wert, das gilt auch für das Verlegen von Fliesen. Stark saugende Flächen wie zum Beispiel Rigips-Untergründe benötigen eine Grundierung zur Reduktion der Saugfähigkeit, damit der nachfolgenden Beschichtung nicht zu viel Flüssigkeit entzogen wird. Die Flüssigfolie oder der Fliesenkleber könnte in diesem Fall zu schnell trocknen, das führt schnell zu Haftungsproblemen. Auch sandende Putze sind ein Kandidat für eine fachgerechte Grundierung, damit die nachfolgenden Schichten zuverlässig halten.

Kurzer Test: Benötige ich eine Grundierung beim Fliesen verlegen?

Zumeist handelt es sich bei entsprechenden Grundierungen um Produkte auf Kunstharzbasis, die dazu beitragen, den saugenden Untergrund zu versiegeln und die losen Putzkörnchen zu binden. So testen Sie Ihre Wand darauf, ob sie einen Grundierungsanstrich benötigt:

  • Streichen Sie mit der flachen Hand über den Putz:
    Beginnt er zu rieseln, sollten Sie ihn festigen.
  • Bringen Sie einige Wassertropfen auf die Wand auf, ziehen diese zügig ein,
    benötigt der Untergrund eine Grundierung.

So bereiten Sie Ihre Wand fachgerecht vor!

Für einen perfekten Schichtaufbau verwenden Sie stets aufeinander zugeschnittene Produkte vom selben Hersteller, damit es zu keinen Unverträglichkeiten kommt. Aufzustreichen ist die Grundierung mit einer ganz normalen Malerrolle, die es in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Tragen Sie das Anstrichmittel großzügig auf und achten Sie darauf, wirklich alle Stellen zu erwischen, auch die Tiefen der Wandecken. Lassen Sie die Grundierung trocknen und führen Sie die oben genannten Tests noch einmal durch: Falls nötig, folgt eine zweite Grundierung, so gehen Sie auf Nummer sicher.

 

Phase 2: Wand abdichten mit Flüssigfolie: perfekte Vorbeugung gegen Wasserschäden

Vor dem Fliesenlegen: Wand abdichten

Entgegen der weit verbreiteten Meinung reicht ein Fliesenbelag nicht aus, um die Wände eines Badezimmers grundlegend abzudichten. Die Fliesenfugen erweisen sich regelmäßig als Schwachstelle im System, sogar dann, wenn sie aus einem wasserabweisenden Material bestehen. Durch feinste Risse, die im Laufe der Zeit entstehen, gelangt die Feuchtigkeit an den Estrich oder den Wandputz, sie durchtränkt unbemerkt die Rigipswände und dient im schlimmsten Fall dem Schimmelpilz als Lebensgrundlage. Darum ist es notwendig, die Badezimmerwände vor dem Fliesen gründlich abzudichten und so auf Nummer sicher zu gehen.

Untergrundvorbereitung für ein optimales Ergebnis

Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung trägt maßgeblich zum Gelingen der Arbeit bei, so lautet ein Grundsatz der Malerzunft. Bevor Sie also die Ärmel hochkrempeln, um mit dem Abdichten der Wand zu beginnen, prüfen Sie besser zuerst, ob der Untergrund wirklich tragfähig ist: Führen Sie eine Kratzprobe durch, um sicherzustellen, dass der Putz nicht krümelt, und klopfen Sie verdächtig
e Bereiche nach hohlen Stellen ab. Hohlstellen müssen geöffnet und ordentlich zugespachtelt werden, stark saugende oder bröselnde Untergründe erfordern eine entsprechende Grundierung. Auch eventueller Schmutz gehört entfernt und Feuchtigkeit muss mitsamt ihren Ursachen verschwinden, bevor der Anstrich mit Flüssigfolie erfolgen kann. So dichten Sie Ihre Wand fachgerecht ab:

Kurzanleitung zum Abdichten von Wänden mit Flüssigfolie

  • Rühren Sie das Material unter Beachtung der Gebrauchsanleitung
    mit dem Bohrmaschinenquirl an.
  • Nutzen Sie eine Malerrolle zum Streichen der Flüssigfolie.
  • Decken Sie das Umfeld sorgfältig ab, ziehen Sie Schutzhandschuhe an.
  • Tragen Sie die Flüssigfolie zur Sicherheit mindestens zweischichtig
    auf die Wand auf.
  • An den Wandecken tragen Sie besonders viel Material auf.
  • Legen Sie ein breites Dichtband mittig in die Raumecke.
  • Arbeiten Sie das Band mit den Händen ein, streichen Sie es
    mit dem Spachtel glatt.
  • Passen Sie dabei gut auf, damit das Dichtband unbeschädigt bleibt!
  • Überstreichen Sie das Dichtband nun mit Flüssigfolie.
  • Sämtliche Wandanschlüsse und -unterbrechungen benötigen
    passende Dichtmanschetten.
  • Auch diese müssen nach dem Aufbringen mit Flüssigfolie überstrichen werden.

Die weitere Wandgestaltung sollte erst nach einer ausgiebigen Trocknungszeit erfolgen, entsprechende Daten entnehmen Sie der Gebrauchsanleitung Ihrer Flüssigfolie. Nach diesem relativ einfachen Arbeitsgang dürfen Sie sich über perfekt abgedichtete Wände freuen, zum Schutz Ihrer wertvollen Bausubstanz!

Phase 3: Fliesen anbringen

Fliesen verlegen / anbringen

Ein perfekt gefliestes Badezimmer oder ein fachgerecht angebrachter Fliesenspiegel in der Küche sieht nicht nur gut aus, sondern schützt auch die Wand vor eindringender Feuchtigkeit. In viel genutzten Räumen sind hochwertige Fliesen gefragt, die nicht so schnell splittern oder sich abnutzen. Wer sich entschließt, die Handwerksarbeit selbst durchzuführen, kann an dieser Stelle seine Finanzen schonen: Wir zeigen, wie es geht!

Praktische Grundlagen für das Fliesen von Wänden

Rühren Sie den Fliesenkleber nach Herstellerangaben frisch an, nutzen Sie dafür vorzugsweise eine Bohrmaschine mit Rührstab. Zum Aufbringen des Klebstoffs benötigen Sie eine Zahnkelle, damit sich das Material auf der Fliesenrückseite verkrallen kann. Die Anzahl der Zähne hängt ganz davon ab, welches Fliesenformat Sie ausgewählt haben und ob Sie das Floating-and-Buttering-Verfahren oder eine andere Methode anwenden. Wir schlagen für die großflächigen Fliesen aus unserem Video eine Kelle mit 10er-Zahnung vor, um damit sowohl die Wand als auch die Fliesenrückseite mit Klebstoff zu bedecken. Markieren Sie vorher die Höhe der ersten Fliesenreihe an der Wand und zeichnen Sie mit Hilfe der Wasserwaage eine exakt waagerechte Linie. An diesem Bleistiftstrich orientieren Sie sich dann beim Auftragen des Klebers und dem Verlegen der Fliesen.

Aufbringen im Buttering-and-Floating-Verfahren

Im Buttering-and-Floating-Verfahren bringen Sie Ihren Dünnbettmörtel zuerst auf der Wand auf, und zwar so, dass alle Klebestege grob in dieselbe Richtung weisen. Danach zahnen Sie die Fliesenrückseite ein und drücken die Fliese an die Wand. Durch den beidseitigen Auftrag treten weniger Hohlräume unter den Fliesen auf; glatte Untergründe benötigen weniger Klebstoff als raue. Mit diesen Tipps erreichen Sie eine gleichmäßige Fliesung wie vom Profi:

  • Verwenden Sie für den unteren Rand spezielle Fliesenkeile,
    um eine gleichmäßige Fuge für Ihr Silikon zu erzeugen.
  • Loten Sie jede einzelne Fliese exakt mit der Wasserwaage aus,
    um einen gerade Linie zu bilden.
  • Befinden sich an der Wand kleine Unebenheiten, können Sie diese
    mit dem füllenden Klebstoff ausgleichen.
  • Größere Unebenheiten sollten Sie vor dem Anbringen der Fliesen durch
    Spachteln und Schleifen beheben.
  • An Dachschrägen und Decken stützen Sie Ihre Fliesen bis zum Trocknen
    des Klebers vorsichtshalber mit Teleskopstützen ab.

Sobald Sie eine Fliese an die Wand gebracht haben, empfiehlt es sich, diese mit dem Gummihammer gründlich zu festzuklopfen, um eine bestmögliche Verkrallung des Klebers zu erreichen.

 

Verfugen von Wand und Bodenfliesen

Dieses Video zeigt Ihnen sehr gut und anschaulich wie das Verfugen gelingt.

Beachten Sie auch hier das tragen von Handschuhen und das der Fugenmörtel vom selben Hersteller des Fliesenklebers ist.

 

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