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Holzfaser als Dämmstoff

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Holzfaser als Dämmstoff

Der wertvolle Naturdämmstoff Holzfaser erfreut sich unter Bauherren, denen die Umwelt am Herzen liegt, großer Beliebtheit. Diese Eigenschaften machen das Material zu einem echten Ökobaustoff:

  • hergestellt aus Restholz heimischer Hölzer
  • energiearme Produktion
  • nachwachsender Rohstoff
  • keine langen Lieferwege
  • zumeist bindemittelfreie Herstellung von Dämmplatten
  • oft einzige Fremdstoffe: Brandschutz- und Schimmelschutzmittel

Holzfasern werden zumeist in Form von praktischen, genormten Dämmplatten angeboten, die sich relativ einfach installieren lassen. Das im Holz enthaltene Lignin wirkt im Inneren als natürliches Bindemittel, das durch Wässern und Erhitzen freigesetzt wurde. Seltener ist die Verwendung loser Holzfasern als Schütt-Dämmung. Die industrielle Herstellung von Holzfaserdämmplatten begann bereits in den 40er Jahren des 20. Jahrhunderts, davor wurde das Rohmaterial bereits traditionell zur einfachen aber effektiven Dämmung genutzt.

Worin liegt der Vorteil von Holzfaser Dämmstoff?

Neben der besonders hohen Umweltverträglichkeit besitzen Holzfasern als Dämmstoff viele weitere Vorteile. Sie wirken nicht nur schützend gegen Kälte, sondern auch gegen die Sommerhitze. Die Wärmeleitfähigkeit liegt zwischen 0,040 und 0,060 W / ( m • K ) und damit im hohen mittleren Bereich. Zur effektiven Dämmung nach neuesten Standards genügt bereits eine relativ dünne Schicht.

Zusätzlich zur Wärme- und Kälteisolierung bringt die Dämmung mit Holzfasern einen guten Schallschutz mit sich: In Wohnungen, der oberen Etagen bewährt sich der Dämmstoff als effektive Trittschalldämmung. Außerdem kann die Holzfaser sogar einen gewissen Grad an Feuchtigkeit vertragen, ohne dass sich ihre Dämmwirkung verschlechtert. Die gezielte Zugabe von Hilfsstoffen verbessert den Brand- und Schimmelschutz des als „normal entflammbar“ eingestuften Materials. Auch die Entsorgung bereitet keine Probleme: Das Naturmaterial bedarf in diesem Bereich keiner Sonderbehandlung.

Welche Bereiche sollten nicht mit Holzfaser gedämmt werden?

Holzfaser darf weder der Erdfeuchte noch der Witterung ausgesetzt werden. Auf einem Umkehrdach hat das Dämmmaterial deshalb ebenso wenig zu suchen wie bei der Perimeterdämmung in erdberührenden Bereichen. Ein nachträgliches Einbringen zur Kerndämmung in einer zweischaligen Außenwand ist nur mit losem Schüttmaterial möglich.

Welche Untergründe kommen für Holzfaser-Dämmung in Frage?

Die Holzfaserdämmung eignet sich sowohl für die Innen- als auch für Außendämmung, solange sie im witterungsgeschützten Bereich liegt. Dämmplatten können auf Trockenbauwänden und Betondecken im Hausinneren angebracht werden, aber auch auf Außenwänden aus Beton oder Stein. Sie liegen auch manchmal zwischen Bodenplatte und Estrich. Im Bereich der Fassadendämmung ist eine gute Abdeckung mit Putz vonnöten. Auch auf dem Dach findet Holzfaser seine Verwendung: Zwischen und unter den Sparren sorgt das Material dafür, dass möglichst wenig aufsteigende Wärme entweicht. Bei der Aufdachdämmung bedarf die Holzfaser eines gesonderten Witterungsschutzes.

Wie viel kostet Holzfaserdämmung?

Der Dämmstoff ist nicht ganz billig, er kostet etwa zwischen 40 und 50 Euro pro Quadratmeter Holzfaserplatte. Hinzu kommen noch die Kosten für die Installation, falls der Hausherr nicht eigenhändig tätig wird. Die hohe Dämmwirkung schlägt sich allerdings in einer ansehnlichen Energieersparnis nieder, sodass die Investition sich im Laufe der Jahre rechnen wird. Der Umweltschutz ist daneben gar nicht mit Geld aufzuwiegen.

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