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Dämmung aus Strohballen

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Bei Stroh handelt es sich um eines der ältesten Dämmmaterialien unserer Kultur, das bereits unsere Urahnen verwendeten. Da Stroh heute wieder unter bestimmten Bedingungen zum Isolieren von Gebäuden zugelassen ist, lohnt sich ein Blick auf die Vorteile:

  • natürlicher Baustoff
  • in Kombination mit anderen natürlichen Werkstoffen wie z.B. Lehmputz verwendbar
  • natürlicher Wandaufbau wirkt feuchtigkeitsregulierend und beugt Schimmel vor
  • natürliche Baustoffe filtern Schadstoffe aus der Luft
  • Strohdämmung senkt die Baukosten
  • Wärmeleitfähigkeit etwa im Bereich von Polystyrol (0,045 W/mK)
  • ökologisch wertvoll, Nebenprodukt der Landwirtschaft
  • fest gepresste Strohballen halten einem eventuellen Feuer lange stand

Wer sein Haus mit Strohballen dämmen möchte, braucht sich keine Sorgen über das Eindringen von Ungeziefer zu machen: Die Dämmung wird sofort nach dem Einbau gut verkleidet und anschließend verputzt. So gelangen weder Käfer noch Mäuse in die Wand. Die trockenen Halme bieten ohnehin wenig Nährstoffe. Besonders häufig wird die Strohballendämmung für historische Gebäude verwendet, in modernen Häusern ist sie bislang noch ungewöhnlich.

Für welchen Zweck ist Strohballendämmung geeignet?

Die Strohballendämmung eignet sich am besten für die traditionelle Holzständerbauweise: Hierbei füllen die einzelnen Ballen die Fächer zwischen den Konstruktionselementen. Im Zusammenspiel mit den Materialien Holz, Lehm und Kalk entfaltet sich eine äußerst positive Wirkung auf das Wohnraumklima. Fußböden und Dächer lassen sich ebenfalls mit Strohballen dämmen, auch nachträglich. Stroh benötigt vor allem eine trockene Umgebung, damit das Material nicht verrottet oder gar schimmelt: Feuchte und erdberührende Bereiche sollten damit nicht gedämmt werden.

Welche Strohsorten eignen sich am besten zur Dämmung?

Als Dämmmaterial eignet sich prinzipiell jede heimische Strohsorte. Wichtig ist vor allem, dass das Material vor Verwendung dicht verpresst wird: So steigert sich die Dämmwirkung, während zugleich die Entflammbarkeit sinkt.

Worauf ist beim Verarbeiten von Strohballen besonders zu achten?

Schützen Sie Ihre Strohdämmung auf jeden Fall vor eindringender Nässe. Eine Dampfsperre zum geheizten Raum hin sorgt dafür, dass sich möglichst wenig Kondensat im Dämmstoff absetzt. Die Dämmwirkung von Stroh entspricht etwa dem des Polystyrols, darum können Sie das Naturmaterial in ähnlicher Stärke verwenden. Verlegen Sie Ihre Strohballen stets bündig und möglichst straff.

Gibt es Vorschriften oder Normen für Strohballen zur Dämmung?

Natürlich gibt es auch für die Strohballendämmung gesetzliche Vorschriften, wie für jede andere Art der Isolierung auch. Bauherren erkundigen sich am besten beim zuständigen Bauamt nach den für sie geltenden Regelungen, um auf der sicheren Seite zu sein.

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