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Dämmung einer Geschossdecke

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Dämmung einer Geschossdecke

Kein Haus ohne Decken und Böden. Aber neben ihrer sehr offensichtlichen Aufgabe und einer Integration in die wesentliche Statik eines Gebäudes, erfüllen Geschossdecken noch eine Reihe weiterer Aufgaben und müssen gewisse Voraussetzungen einhalten bezüglich Luft- und Trittschalldämmung, Brandschutz und Wärmedämmung.
Grundsätzlich entscheidet man beim Aufbau von Geschossdecken zwischen Massivdecken und Leichtdecken. Allerdings finden sich auch Geschossdecken aus Holz, aus Vollbeton und Fertigteildecken.
Inzwischen schreibt die Energieeinsparverordnung (EnEV) allen Bauherren und Vermietern Dämm-Maßnahmen vor. Diese Vorschrift gilt auch, wenn der Dachraum eines Gebäudes nicht zu Wohnraum ausgebaut werden kann, aber an beheizte Räume grenzt.

Worauf ist beim Dämmen einer Geschossdecke zu achten?

Sobald also eine Decke über einem unbeheizten Raum, ob nun Keller oder Durchfahrt liegt, sich unter einer Terrasse oder einem Balkon befindet oder sich unter einem nicht selber isolierten und gedämmten Dach erstreckt, sind spezielle, dämmende Maßnahmen erforderlich. Die EnEV gibt hierzu genau Parameter vor.
Um eine optimale Nutzbarkeit zu erreichen sollte die Oberflächentemperatur eines Fußbodens 17°C nicht unterschreiten. Abhängig von der Konstruktion der Decke muss die Dämmung an der Ober- oder Unterseite der Decke angebracht werden. Alternativ lassen sich dafür auch die in der Decke vorhandenen Hohlräume nutzen. Ein schwimmender Estrich erfüllt bereits grundlegende Eigenschaften der Wärmedämmung, dient allerdings in erster Linie der Trittschalldämmung.
Besonders bei alten Gebäuden ist der Boden häufig sehr ungleichmäßig. Dort macht es Sinn zunächst eine Ausgleichsschüttung aufzubringen. Erst danach folgt eine mindestens 10 Zentimeter dicke Dämmschicht. Wollen Sie die oberste Geschossdecke dämmen und verwenden druckfeste Dämmstoffe, können Sie diese nach der Ausgleichsschüttung einfach flächendeckend auslegen.

Welche Materialien können beim Dämmen einer Geschossdecke zum Einsatz kommen?

Bei der Dämmung einer Geschossdecke kommt heutzutage eine ganze Reihe guter Dämmstoffe zum Einsatz. Die üblichen sind dabei:

  • Altpapier/Zellulosefasern
  • Baumwolle
  • Blähton
  • Flachs
  • Hanfdämmstoffe
  • Hartschaum
  • Holzfasern
  • Korkplatten
  • Mineralfasern
  • Perlite
  • Polyesterfasern
  • Schafwolle
  • Schaumglas

Geschossdecke mit Dampfbremse oder Dampfsperre dämmen?

Eine Dämmung ohne Dampfsperre sollte man generell nicht einbringen, da unter Umständen der Taupunkt in der Dämmschicht liegen könnte. Dieser hängt vom Bauteilaufbau ab. Ohne Dampfbremse kann es zur Kondensation kommen und somit zur Durchfeuchtung der Dämmung. Deshalb wird sinnvoller Weise eine Berechnung durchgeführt, die zeigt ob ein solcher Fall eintreten kann. Sicher ist es sich vor Ort eine genaue Beurteilung durch einen Fachmann einzuholen (Architekt, Statiker oder Bauphysiker). Im Falle eines Verzichtes auf Rauhspund oder wenn zwischen beispielsweise den verschalenden Brettern jeweils ein Luftspalt von ein paar Zentimetern gelassen wird, lässt sich theoretisch auch auf eine Dampfsperre verzichten, da die Feuchtigkeit in den Dachraum entweichen kann. Dieser muss dafür allerdings entsprechend gut gelüftet sein.

Wie dämme ich die Geschossdecke richtig?

1. Als Dampfbremse sollte eine Dampfbremsfolie aufgebracht und verklebt werden. An Wandanschlüssen auf jeden Fall etwa 10 cm Überstand lassen und mit Spezialdichtkleber verkleben. Unbedingt sollten Sie auf die Spannungsfreiheit der Folie achten, um Risse zu vermeiden. Der Boden oder die Decke sollten Sie vor dem Aufbringen der Folie sehr sorgfältig reinigen.

2. Zur Dämmung bieten sich Matten aus Glaswolle, Steinwolle oder auch natürliche Dämmstoffe wie Holzfaserdämmmatten an. Das Verlegen solle immer in der hinteren, äußersten Ecke begonnen werden. Achten Sie beim Dämmen der obersten Geschossdecke darauf, dass die Dämmung ausreichend dick ist. 240mm+ sind das übliche Maß. Um Kältebrücken zwischen den Dämmmatten zu verhindern, macht es Sinn die Matten doppellagig (also z.B. 2x 120mm) mit Versatz zu verlegen.

Dachgeschossdecke begehbar dämmen, was ist zu beachten?

Trittfeste XPS oder PUR Platten sind hierfür eine gute Wahl. Diese Dämmplatten haben zusätzlich noch bessere Dämmwerte (WLG 032 oder sogar 028) und können so auch dünner verlegt werden (etwa 160-180mm).
Um Unebenheiten der Dachbodendecke auszugleichen lässt sich unter die Dämmschicht noch eine dünne (10-20mm) Trittschalldämmmatte legen, damit Schwierigkeiten beim Verlegen der starren XPS / PUR Platten vermieden werden können. Um Kältebrücken an den Anschlussbereichen der Pfetten zu vermindern, sollten Sie hier zweilagig arbeiten.

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