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Natürlich dämmen mit Hanffaser

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Natürlich dämmen mit Hanffaser

Hanf ist eine Pflanze, die auch in unserer Region gut gedeiht und schnell nachwächst. Sie bietet einen natürlichen Rohstoff für eine umweltfreundliche Dämmung. Die Vorteile für Umwelt und Wohnqualität liegen auf der Hand:

  • kurze Transportwege
  • nachwachsender Rohstoff
  • keine aufwändige industrielle Verarbeitung
  • positive CO2-Bilanz
  • enthält in der Regel keine Schadstoffe
  • reguliert das Wohnraumklima
  • ist wiederverwertbar
  • kann in Abfallverbrennungsanlagen entsorgt werden

Zur Herstellung der Dämmstoffmatten werden zumeist die Kurzfasern der heimischen Hanfpflanze verwendet. Die fertigen Dämmmatten enthalten in der Regel einen kleinen Anteil Stützfasern aus Polyester (ca. 10 bis 15 %) und etwas Soda für den Brandschutz. Hanffasern gibt es auch in Form loser Stopfwolle, die im Normalfall keine Stützfasern enthält. Die Stopfwolle besitzt weitere Vorteile: Sie ist sehr flexibel einsetzbar, es fällt kein Verschnitt an und spezielle Werkzeuge zur Verarbeitung sind auch nicht nötig.

Welche Vorteile bietet Hanffaser Dämmstoff?

Hanf besitzt einen natürlichen Ungezieferschutz, denn die für die Dämmung genutzten Fasern enthalten kein Eiweiß. Darum ist die Behandlung mit entsprechenden Ungeziefermitteln nicht nötig. Die vorwiegend biologischen Bestandteile des Dämmmaterials haben eine positive Wirkung auf Umwelt und Wohnraumklima. Hanf bringt optimale Diffusionseigenschaften mit sich und wirkt feuchtigkeitsausgleichend.

Als Dämmstoff schützt es sowohl vor Kälte als auch vor Hitze. Das Material ist schadstofffrei und lässt sich auch von Heimwerkern mit einfachen Mitteln problemlos verarbeiten. Die Fasern dringen nicht in die Atemwege ein und jucken auch nicht auf der Haut. Sie besitzen außerdem eine lange Lebensdauer und sind, mit dem Brandschutzmittel Soda versehen, nicht so leicht entflammbar.

Matten aus Hanffasern werden auch gezielt zur Schalldämmung eingesetzt, zum Beispiel unter dem Bodenbelag oder zwischen Trockenbauwänden. Die schalldämmende Wirkung kommt natürlich auch bei der Wärmedämmung ganz automatisch mit zur Entfaltung.

An welchen Stellen sollte Hanffaser nicht eingesetzt werden?

Allzu feucht sollten Hanffasern nicht werden, sie benötigen einen Nässe- und Witterungsschutz. Eine Perimeterdämmung ist also damit nicht möglich, denn diese befindet sich im erdberührenden Bereich. Auch auf dem Umkehrdach hat die Hanffaser zur Dämmung nichts zu suchen, denn dort wird sie nass. Verwendet man das Material zur Fassadendämmung, benötigt es eine wetterfeste Verkleidung.

Wie sollte der Untergrund für Hanffaser-Dämmung beschaffen sein?

Für eine Dämmung mit Rollenmaterial oder Hanfplatten wird ein flacher Untergrund benötigt. Stopfwolle aus Hanf eignet sich jedoch auch zum Dämmen unregelmäßiger Bauteile, zum Beispiel bei Gebäuden in Holzrahmenbauweise. Die lose Wolle kann eventuell ergänzend zu gepresstem Materail verwendet werden. Eine Hanffaserdämmung lässt sich sowohl auf Holz als auch auf Beton und Stein verlegen. Das wichtigste Kriterium für den Untergrund ist, dass es sich um ein trockenes Material handelt, das vor eindringender Nässe gut geschützt ist.

Wie viel kostet Hanffaserdämmung?

Ein Kilogramm Stopfwolle aus Hanf kostet ungefähr 2 Euro bis 2,50 Euro. 30 mm dicke Dämm-Matten sind für ca. 4 Euro pro Quadratmeter zu haben, während 100 mm dicke Matten bereits zwischen 13 und 15 Euro je Quadratmeter kosten. Hinzu kommt noch die Mehrwertsteuer sowie eventuelle Einbaukosten. Allerdings ist das Material so leicht zu bearbeiten, dass ein Heimwerker mit etwas Know-how die Dämmung eigenhändig vornehmen kann.

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