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Heizen mit Gas

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Heizen mit Gas

Neben der Ölheizung ist die Gasheizung in unseren Breitengraden ganz besonders weit verbreitet. Die Gründe dafür sind vielfältig:

  • Erdgas war einmal sehr kostengünstig, doch die Preise sind gestiegen.
  • Für Erdgas wird kein Speicherplatz benötigt.
  • Moderne Brennwerttherme heizen energiesparend.
  • Eine Gasheizung lässt sich gut mit erneuerbaren Energien verbinden.

Heizöl war bis zum Jahr 2007 stets günstiger als Erdgas, doch dann setzte die Preiswende ein: Nach der Preisentkopplung der beiden Brennstoffe schlugen sich die allgemein steigenden Energiepreise auf Öl deutlich stärker nieder als auf Gas. Nur erneuerbare Energien lassen sich kostengünstiger zum Heizen nutzen als Erdgas. Fernwärme, Flüssiggas und Strom sind hingegen deutlich teurer.

Welche Vorteile bietet eine Gasheizung?

Moderne Gasheizungen arbeiten mit der effizienten Brennwerttechnik, wobei sogar noch die Wärmeenergie der Abgase verwertet wird. Mit diesem System ist besonders kostensparendes Heizen möglich. Eine Gasheizung gibt deutlich weniger Schadstoffe an die Umwelt ab als eine Ölheizung. Lange Transportwege mit großen Tankwagen entfallen, das verbessert zusätzlich die Ökobilanz.

Eine Gasheizung kann man an beinah jedem Ort im Haus aufstellen, einen speziellen Heizungsraum bedarf es dafür nicht. In größeren Mietshäusern sind Gasetagenheizungen beliebt. Die Geräte nehmen relativ wenig Platz in Anspruch, Kombigeräte sorgen zusätzlich für eine schnelle und effiziente Warmwasserbereitung.

Gibt es Unterschiede bei Gasheizungen?

Der Hauptunterschied bei Gasheizungen besteht zwischen Geräten mit und ohne Brennwerttechnik. Geräte mit Niedertemperaturtechnik sind sehr preisgünstig zu haben, teilweise schon für ein paar hundert Euro. Allerdings arbeiten sie bei Weitem nicht so sparsam wie ihre modernere Konkurrenz.

Käufer einer neuen Gasheizung sollten außerdem auf die Heizleistung pro kW achten, orientiert am Gesamtvolumen der zu beheizenden Räume. Außerdem haben sie die Auswahl zwischen reinen Heizgeräten und Kombi-Anlagen, die einen Boiler zur ständigen Bereitung von Warmwasser besitzen.

Kein Gasanschluss, was nun?

Wer keinen Gasanschluss besitzt, sollte sich bei der zuständigen Kommune nach den Möglichkeiten für die Versorgung mit Gas erkundigen – oder das Heizen mit Flüssiggas in Betracht ziehen.

Wann benötige ich Flüssiggas als Brennstoff?

Gibt es keine Möglichkeit, ein Haus mit Erdgas per Leitungssystem zu versorgen, bietet Flüssiggas eine gute Alternative. Dieses Gas lässt sich auf dieselbe Weise verwenden wie Erdgas, wird aber im Tankwagen geliefert und benötigt einen speziellen Gasspeicher.

Welche Kosten verursachen Anschaffung und Wartung einer Gasheizung?

Eine reine Heiztherme für ein Einfamilienhaus gibt es schon ab ca. 1.500 Euro zu kaufen, ohne Montage und Mehrwertsteuer. Für ein Kombigerät zahlt der Einfamilienhausbesitzer mindestens 2.000 Euro, bei größerer Heizleistung auch bis etwa 3.500 Euro. Hinzu kommen etwa 100 bis 125 Euro für die jährliche Wartung und ca. 60 Euro für den Schornsteinfeger. Die Energiekosten orientieren sich am individuellen Heizverhalten und der Dämmung des Hauses.

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